PLATFORMS FOR THE PROMOTION AND SUPPORT OF QUALIFYING MOBILITY IN INITIAL VOCATIONAL EDUCATION AND TRAINING

Beschreibung

Seit über einem Jahrzehnt fördert die Europäische Union die transnationale Mobilität von Personen in der beruflichen Erstausbildung durch die im Gemeinschaftsprogramm Lebenslanges Lernen vorgesehenen Mobilitätsaktionen. Pro Jahr erhalten rund 30.000 Jugendliche in der beruflichen Erstausbildung Förderungen, um für ein Praktikum in ein anderes europäisches Land zu gehen.

Trotz dieser Maßnahmen gibt es in Europa im Bereich der beruflichen Bildung kaum qualifizierende Mobilität: Die Praktika sind zumeist von kurzer Dauer (die Aufenthalte dauern selten länger als drei Wochen) und sind in der Regeln nicht fester Bestandteil der Ausbildung, sondern eher eine Art „Intermezzo“.

Als Antwort auf den Kommissionsaufruf DG EAC 45/06 hat die Wirtschaftskammer Österreich das Projekt Pro Mobility gestartet, bei dem Plattformen zur Verbreitung und Unterstützung von qualifizierender Mobilität in der beruflichen Erstausbildung etabliert werden sollen.

Qualifizierende Mobilität ist durch zwei Aspekte gekennzeichnet:

  • Länge: Die Dauer von Mobilitätsaufenthalten soll die derzeit übliche Dauer von drei Wochen maßgeblich übersteigen. Aufenthalte sollen zwischen drei und zwölf Monate dauern. Dadurch soll der Erwerb fachlicher Kompetenzen leichter ermöglicht werden.

  • Anrechnung: Die Zeiten von Auslandsaufenthalten sowie die erworbenen Kompetenzen sollen im Entsendeland angerechnet werden. Das heißt, dass der Auslandsaufenthalt die Ausbildung im Inland nicht verlängert, sondern als fixer Bestandteil derselben angesehen wird. Anders ausgedrückt, der Auslandsaufenthalt soll Ausbildungszeiten im Inland ersetzen. Darüber hinaus sollen auch die erworbenen Kompetenzen im Inland angerechnet werden, ohne dass sie nochmals getestet und beurteilt werden müssen. Basis für diese Anrechnung soll ein Vertrag zwischen entsendender und aufnehmender Institution sein.

Pro Mobility Project (Flyer)
Pro Mobility Poster

 

Silhouetten von Menschen in einer Gruppe

Qualifizierende Mobilität

Mobilitätsaufenthalte gelten als qualifizierend, wenn die im Ausland verbrachte Zeit sowie die während des Praktikums erworbenen fachlichen Kompetenzen im Entsendeland angerechnet werden. Der Erwerb fachlicher Kompetenzen erfordert zumeist einen längeren Aufenthalt, dh. einen, der über zwei/drei Wochen hinausgeht.





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